Was haben die digitale Unternehmenspositionierung und der Jungfrau-Marathon gemeinsam?

Viele Unternehmer sehen sich aktuell mit grossen, teilweise existenziellen Herausforderungen konfrontiert. Während die digitale Unternehmenspositionierung vor Corona in vielen Geschäftsleitungssitzungen noch nicht traktandiert war, wird ihr heute eine immer grösser werdende Bedeutung beigemessen. Jedoch fehlt in vielen GL- und VR-Gremien das Verständnis dafür, was zu Hauruckübungen führt. Dass der Auf- und Ausbau einer digitalen Unternehmenspositionierung kein Sprint, sondern mit einem Marathon auf einen hohen Berg verglichen werden kann, zeigt die heutige Geschichte.

"Kannst du bitte sofort in mein Büro kommen, Susanne," tönt es am Telefon. Soeben ist Susanne von ihrem Chef Anton kontaktiert worden. Sie lässt alles stehen und liegen und macht sich auf den Weg. Es klang ja dringend. Gespannt tritt sie ins Büro ihres Chefs. "Nimm Platz, ich bin gleich bei dir," befiehlt Anton. Also setzt sich Susanne an den runden Tisch und wartet. Kurz darauf ist Anton bei ihr und informiert sie wie folgt: "Wir haben an der gestrigen Geschäftsleitungssitzung beschlossen, dass wir ab sofort an unserer digitalen Unternehmenspositionierung arbeiten wollen. Corona hält uns sehr auf Trab im Moment und wir müssen schauen, dass wir an Aufträge kommen. Da wir im Moment keine Messen und Ausstellungen besuchen können und unsere Kunden sehr zurückhaltend sind bei den Investitionen, wollen wir im Internet Gas geben. Irgendwann wird Corona ja vorbei sein und da wollen wir eine sehr gute, digitale Unternehmenspositionierung haben."

"Das tönt ja interessant," antwortet Susanne, "und was ist meine Rolle dabei?" "Du wirst ab sofort für diesen Bereich zuständig sein und unsere digitale Unternehmenspositionierung aufbauen," so die Antwort auf ihre Frage. "Aha." Susanne schaut Anton etwas ungläubig an und konfrontiert ihn sogleich mit der Frage: "und wer macht dann das alles, was ich bisher gemacht habe?" "Ach Susanne, das neue Arbeitsgebiet wird dich nicht so sehr beanspruchen und ich bin sicher, dass du das alles unter einen Hut kriegst. Ich weiss zwar nicht genau, was da alles auf uns zukommt, aber du bist ja eine solche Powerfrau, dass du dies garantiert auch schaffen wirst. Du bist ja in den vergangenen Jahren oftmals über dich herausgewachsen." Kaum gesagt, erhebt sich Anton wieder und eilt zum nächsten Meeting. Zurück bleibt Susanne, die völlig verdutzt zum Fenster rausschaut und kaum glauben kann, was ihr soeben widerfahren ist.

Am Samstag darauf, findet sich Susanne in einer ganz anderen Umgebung wieder. Sie hat sich für den Jungfraumarathon angemeldet. Nicht zum ersten Mal und wenn alles gut geht, garantiert auch nicht zum letzten Mal. Seit einem halben Jahr bereitet sie sich wöchentlich darauf vor. Aus diesem Grund arbeitet sie auch nur 80% um sich einen Tag ausschliesslich auf den Marathon vorbereiten zu können. Krafttraining, Ausdauertraining, ausgiebige Wanderungen und unzählige Kilometer schwimmen, ja sogar ihre Ernährung hat Susanne für den Marathon umgestellt. Schliesslich will sie ja nicht nur am Ziel ankommen, sondern auch mit einem guten Resultat glänzen. Auch ihre Familie ist aufgrund der Vorbereitungen für den Marathon etwas vernachlässigt worden in den letzten Monaten. Sie musste oftmals "Nein" sagen, um sich fokussieren zu können. Ihr Ziel ist klar. Sie will unter der Marke von dreieinhalb Stunden liegen, wenn sie oben am Ziel ankommt.

Am Montag darauf im Büro, trifft sie Anton zum wöchentlichen Meeting. Voller Freude teilt sie ihm mit, dass sie es, dank guter Vorbereitung und Fokussierung, geschafft hat. Sie lief in drei Stunden und zwanzig Minuten im Ziel ein. Ihr wurde noch am Berg klar, dass sie Antons Wunsch nach dem Aufbau der digitalen Unternehmenspositionierung auch nur erfüllen kann, wenn sie sich darauf fokussieren kann und sie genügend Zeit dafür erhält. Genau dies teilt sie Anton jetzt mit. Sie hat sich vorgängig im Internet informiert, was es bedeutet, eine digitale Unternehmenspositionierung aufzubauen und was es dazu alles benötigt. Diese Liste präsentiert sie Anton.

Die digitale Unternehmenspositionierung - so funktionierts.

  • Wir brauchen einen zeitgemässen Internetauftritt. Dieser muss auf allen Geräten einwandfrei abrufbar sein und über aktuelle Informationen verfügen.
  • Um unsere Kompetenz unseren Kunden und potenziellen Kunden aufzuzeigen, benötigen wir einen Blog. Hier erstellen wir regelmässig Beiträge, die unsere Kunden weiterbringen.
  • Damit wir in den Suchmaschinen gut gefunden werden, müssen wir schauen, dass unsere Website den aktuellen Anforderungen von Google entspricht.
  • Um die Bekanntheit des Unternehmens bei unseren Kunden auszubauen, müssen wir aktiv in den sozialen Medien sein.
  • Mit eigenen Inhalten und der Bewirtschaftung der Website und den sozialen Medien, werden wir nur teilweise erfolgreich sein. Es ist nötig, dass wir auch in bezahlte Werbemassnahmen investieren um neue Kunden zu gewinnen.
  • Wenn wir als modernes Unternehmen wahrgenommen werden wollen, müssen wir uns auch modern positionieren und unsere Unternehmenskommunikation entsprechend ausrichten. Dazu gehören auch Videos.
  • Da wir nicht nur neue Kunden gewinnen wollen, sondern auch neue Mitarbeitende für unser Unternehmen begeistern wollen, müssen wir auch an unserer Arbeitgeberpositionierung arbeiten und diese in den digitalen Kanälen vermarkten.
  • Und nicht zuletzt gilt es zu beachten, dass das Internet einem sehr schnellen Wandel unterzogen ist. Wir müssen uns im Unternehmen stetig weiterbilden und all unsere Massnahmen regelmässig hinterfragen und ggf. neu aufgleisen.

Anton macht immer grössere Augen und kippt fast vom seinem Stuhl. Ihm wird klar, dass Susanne das nebst ihrem Tagesgeschäft so nicht bewerktstelligen kann. Sie benötigt freie Ressourcen und Kapazitäten sowie finanzielle Mittel. Da Anton aber die Notwendigkeit der digitalen Unternehmenspositionierung für sein Unternehmen einsieht, ist er bereit, Susanne 40% für diesen Bereich zur Verfügung zu stellen und andere Arbeiten von ihr intern zu verteilen. Anton ist klar geworden, dass eine digitale Unternehmenspositionierung wie eine gute Vorbereitung auf einen Marathon ist. Diese braucht Zeit und der Marathon selber entsprechende Ausdauer. Das ist nicht zu vergleichen mit einem Sprint.

Finden Sie sich in der Rolle als Susanne oder Anton wieder? Gerne unterstütze ich Sie dabei, Ihre digitale Unternehmenspositionierung aufzubauen und so mit Ihnen den digitalen Marathon zu laufen. Ich freue ich, über Ihre Kontaktaufnahme.


Thomas Schüpfer, Unternehmer

Ihr Autor

Thomas Schüpfer, Unternehmer

+41 58 219 84 99


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