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Erfolgreiche Wachstumsstrategie im Industrie-KMU

So setzt Ihr Industrie-KMU die Wachstumsstrategie erfolgreich um


Ihr Industrieunternehmen ist dank anhaltendem Erfolg gewachsen. Die Wachstumsstrategie zeigt Wirkung. Doch wie viel Wachstum kann Ihr Unternehmen verkraften? Und wie überwinden Sie die anstehende Wachstumsschwelle erfolgreich, ohne in eine Wachstumskrise zu geraten?

Zuerst erschienen im Blog von Ledergerber & Partner

Die Arbeitsbelastung der Mitarbeitenden steigt stetig an. Es bleibt immer weniger Zeit für die persönliche Führung. Entsprechend fühlen sich die Mitarbeitenden nicht mehr ausreichend wahrgenommen. Das Klima verschlechtert sich zusehends; das Konfliktpotenzial steigt. All dies sind Anzeichen, dass sich Ihr Unternehmen an einer Wachstumsschwelle befindet oder gar bereits in einer Wachstumskrise steckt. 

Folgende sechs Faktoren verhelfen zum Erfolg:

1. Kultur und Führung

Der Geist des Unternehmens ist auch in einer Wachstumsphase zu bewahren. Es gilt, die Verantwortung zu dezentralisieren. Verlagern Sie Verantwortlichkeiten und Entscheidungskompetenzen konsequent hin zu den Mitarbeitenden. Dank Vorgaben, Schulungen und Coaching befähigen Sie Ihre Mannschaft sukzessive, Eigenverantwortung zu tragen. In vielen Gesprächen und Workshops mit allen Mitarbeitenden wird ein gemeinsames Verständnis über gute Führung entwickelt. Meist müssen Sie die Führung professionalisieren und eine zusätzliche Führungsebene schaffen.

2. Prozesse

Je grösser KMU werden, desto schwieriger werden spontane Lösungsansätze. In der Wachstumsphase ist die Effizienzsteigerung erfolgskritisch. Sie sollten geeignete Abläufe standardisieren, so dass Ihr Unternehmen Flexibilität und Innovationsfähigkeit behält. Zudem gilt es, die Verantwortlichkeiten und Schnittstellen klar zu definieren. Passende Tools für das Management der Kundenbeziehungen und Geschäftsprozesse sowie für die interne Kommunikation und Kollaboration bringen oft enormen Nutzen.

3. Organisation

Häufig sind bestehende Strukturen um Personen, Kunden oder bisherige Notwendigkeiten herum gewachsen. Die Aufbauorganisation muss nun der neuen Unternehmensgrösse gerecht und auf skalierbares Wachstum ausgerichtet werden. Damit stellen Sie auch sicher, dass alle Mitarbeitenden effizient arbeiten können. Auf der Suche nach passenden Strukturen gilt es zwei Fragen zu beantworten:

  1. Wenn Sie das Unternehmen in seiner jetzigen Grösse auf der grünen Wiese neu aufbauen würden, mit welchen Strukturen würden Sie dies tun?
  2. Ist die Organisation darauf ausgerichtet, dass weiteres Wachstum leicht möglich ist?

4. Finanzierung

Mit bevorstehenden Investitionen und deren Finanzierung müssen Sie sich rechtzeitig befassen – bevor das Unternehmen in Schieflage gerät. Immer wieder scheitern KMU an Wachstumsschwellen, weil „plötzlich“ hohe Investitionen anstehen: Aufbau von Marketing- und Verkaufsstrukturen, neue IT-Systeme und so weiter. Ohne die benötigten Investitionen läuft das Unternehmen Gefahr, den gestiegenen Anforderungen und Bedürfnissen der (potenziellen) Kunden nicht mehr gerecht werden zu können.

5. Innovation

Innovation entspringt letztendlich der Unternehmenskultur. Schnell wachsende Unternehmen sehen sich der Herausforderung gegenüber, dass neue Strukturen Innovation hemmen oder gar verhindern können. Die Innovationsfähigkeit ist zu bewahren. Arbeiten Sie proaktiv am Ausgleich zwischen den neuen Strukturen und der benötigten Innovationskultur, damit Ihr Unternehmen beweglich bleibt.

6. Change

Veränderungen gelingen meist nur, wenn sie gezielt gesteuert werden. Wachsende Unternehmen tendieren dazu, viele Veränderungsprozesse gleichzeitig zu starten. Initiieren Sie aber zu viele Veränderungen auf einmal, können einzelne Mitarbeitende oder ganze Teams daran scheitern. Den Mitarbeitenden fehlt die Orientierung, zudem ist die Komplexität schlicht zu hoch. Planen und koordinieren Sie deshalb die verschiedenen Veränderungsprozesse zentral.

Zwei Fragestellungen helfen Ihnen bei der Entscheidung, welche Veränderung Sie zuerst angehen sollen:

  1. Bestehende Engpässe: Was hindert uns am meisten am Wachstum?
  2. Wachstumstreiber: Welches sind die zentralen Treiber der Wachstumsstrategie?

 

In unserer täglichen Praxis begegnen wir immer wieder erfolglosen Eigenversuchen, Strukturen und Hierarchien einzuführen. Meist ist die Sorge bei den Inhabern gross, dass ein gewachsenes, hierarchisches Unternehmen nicht mehr das ihre wäre. Man befürchtet den Niedergang der Unternehmenskultur und des familiären, unkomplizierten Umgangs miteinander.

Jedoch: Mit einer durchdachten, robusten Unternehmensstrategie und erfolgreichem Wachstum kann sich jeder wenig bekannte Nischenanbieter in seinem Kerngeschäft zum echten „Hidden Champion“ entwickeln. Wir helfen Ihnen gerne dabei.


Kategorien
#Unternehmenszukunft

Stichworte
Strategie, Strategieumsetzung, Wachstumsstrategie

Raphael Ledergerber

Raphael Ledergerber

Senior Partner 3W-STRATEGO GmbH

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