Mit Prototypen bei Web-Projekten Geld sparen

Sie möchten eine Webseite oder eine App entwickeln, die Ihre Zielkunden optimal anspricht? Ein sogenannter Prototyp simuliert Ihre fertige Anwendung und macht Fehler frühzeitig sichtbar. Damit sparen Sie bares Geld, aber auch Zeit und Nerven. Wir zeigen auf, wann und wie das geht.

Wie z. B. in der Entwicklung eines Bauteils dient der Prototyp auch in der Erarbeitung einer Webseite, einer App oder einer anderen digitalen Anwendung als vereinfachtes, zweckmässiges Versuchsmodell. In diesem Fall im Fokus: der Nutzer.

Der Nutzer steht im Fokus

Mit einem Prototyp machen Sie das konzipierte digitale Produkt für den Kunden und vor allem für den Endnutzer erlebbar. Sie testen die gesamte Anwendung oder Teile davon auf einfache Weise. Er hilft dabei, einen Eindruck der Anwendung zu erlangen und mögliche Defizite frühzeitig zu erkennen.

In der Prototyp-Phase testen Sie konkret, ob Ihr erarbeitetes Konzept funktioniert. Sie erwecken das Nutzererlebnis zum Leben. Dadurch erkennen Sie mögliche Nutzungsprobleme sofort. Fehler lassen sich folglich frühzeitig und deutlich schneller beheben als später nach der Programmierung oder gar nach der Live-Schaltung.

Je früher ein Prototyp steht, umso besser

Je früher im Projekt Sie ein Versuchsmodell erstellen, desto gezielter können Sie das erarbeitete Konzept prüfen und gegebenenfalls überarbeiten.

Mit den richtigen Tools ist ein klickbarer Prototyp in wenigen Schritten erstellt. So wird schnell ersichtlich, ob alle Inhalte gut durchdacht und sinnvoll ausgearbeitet wurden. Haben Sie an alle Nutzerbedürfnisse gedacht? Kommt der Nutzer möglichst schnell an sein Ziel? Ist die Nutzung der Anwendung verständlich? Der Prototyp gibt Antworten auf diese Fragen und deckt mögliche Schwachstellen auf. Dabei gilt die Faustregel: Je weiter der Designprozess bereits fortgeschritten ist, desto teurer wird die Behebung der aufgedeckten Probleme.

Basiert der Prototyp auf ersten Entwürfen des Konzepts, so ist es ein Leichtes, Änderungen vorzunehmen. Befindet sich das Projekt bereits in der Design- oder gar in der Programmierphase… Nun ja, Sie können es sich denken: Die Korrekturen werden aufwändig und dadurch kostenintensiv. Das heisst: Je früher Sie das Konzept anhand eines Prototyps testen, desto effizienter und auch kostengünstiger beheben Sie Nutzungsprobleme. Ein toller Nebeneffekt: Die Nutzertests bringen Ihnen wertvolles direktes Feedback von Ihrer Zielgruppe.

Nur Layout oder voll ausgearbeitetes Modell?

Wie ähnlich der Prototyp der späteren Anwendung sein muss, hängt ganz von Ihren Anforderungen an die Nutzertests ab. Soll der Nutzertest rein über die Funktionalität oder spezifische Abläufe Aufschluss geben, reicht ein skizzenhaftes sogenanntes Wireframe-Layout.

Anders ist es, wenn der Prototyp gleichzeitig dazu dienen soll, die neue Anwendung zu präsentieren und Feedback zum Erscheinungsbild einzuholen. In diesem Fall sollten Sie Ihr Modell bereits voll ausgestalten. Dem Nutzer wird dadurch ein nahezu reales Szenario präsentiert. Entsprechend ganzheitlich fällt auch seine Rückmeldung aus.

In welcher Form Sie den Prototyp schliesslich erarbeiten und in welchem Umfang Sie ihn ausarbeiten, hängt vom individuellen Projekt ab. Jedes Versuchsmodell – egal ob in Papierform oder am Bildschirm gestaltet – kann Ihnen aber erhebliche zeitliche wie finanzielle Kosten einsparen. …wenn er denn so früh wie möglich im Projekt eingesetzt wird. Und auch wenn er Ihre Projektkosten erhöht: Der Prototyp ist eine Investition, die sich letztlich auszahlt.